Zitat von Oelfuss
Zitat
Österreichische und britische Tuner stabilisieren erst das Fahrwerk und verbauen dann eine stärkere Benzinpumpe, ändern den Einspritzdruck und die Einspritzventile und tauschen den Turbo gegen eine Version, die normalerweise für 2,5 bis 3 Liter Motoren gedacht ist.
Aus dem ursprünglichen 148 PS Motor werden so von den Ösis ca. 600 und von den Briten bis zu 700 PS gekitzelt.
ja klar, sicher.... auf jeden fall 
Ein Turbo bringt bis zu ~25% Leistungssteigerung. Denn mussma das drummherum noch anpassen.
Mehr schaufel rein will auch passend sein + nich irgendwie.
Jetz ma garnich geredet von den Massnahmen die ma machen muss damit das Ding länger als 20km Autobahn übbalebt, also thermisch standfest machen.
Also das mit den 148 zu 600 - 700 mit den von dir angegebenen Änderungen - und sonst keine - kannste deiner Oma erzählen. 
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Gibt schöne Videos von denen im web 
Also, die Frage nach der HALTBARKEIT ist vollauf berechtigt! Logo!
Das Erzielen einer derartigen Leistungssteigerung ohne 'begleitende Maßnahmen' ist auch nicht machbar! Ok.....
ABER:
Die Chose mit den mickrigen ca. 25 % tickt aber ganz und gar nicht.
Dass der 2,0 Liter Basismotor ohne Turbo mit 98 (gedrosselt; eigentlich bis zu 125) PS daherkam und mit Turbi und ohne Austausch von 'Hardware' auf 250 PS geschraubt werden kann ist genauso verbrieft, wie die vermeintlich wundersame Kur des 2,3 Liter Motors.
(zum dauerhaften Funktionieren sollte aber dem Bordcomputer mitgeteilt werden, dass seine Fehlercodes zu vernachlässigen sind und der Motor tatsächlich das als fehlerhaft vermutete Kraftpaket ist; sonst leuchtet fleißig 'check engine' und man läuft Gefahr, dass das Notprogramm die Kontrolle übernimmt...)
Im Gegensatz zum kurbelwellendrehzahlabhängigen Kompressor verläuft die Leistungssteigerung beim Abgasturbolader nicht linear, sondern überproportional. Was genau der Grund ist, weshalb man die Dinger einsetzt.
Bremst man ein solches System nicht künstlich aus, erreicht es seine Grenzen erst, wenn ein Strömungsabriss (an den Schaufeln) eintritt. Das passiert, wenn durch den Ansaugtrakt nicht mehr genügend Luft nachgesogen werden kann oder die Form der Schaufeln bedingt, dass sie sozusagen ins Leere greifen, selbst wenn bei günstigerer Form noch Luft nachgesogen werden könnte. Eine weitere Grenze ist erreicht, wenn für die noch beschaffbare Luftmenge nicht mehr genügend Brennstoff zur Verfügung steht, also der Benzindruck z. B. Mangels Leistung der Benzinpumpe nicht ausreicht.
Diese Grenzen sind für gewöhnlich bereits erreicht, noch bevor die Schmierung oder die Kühlung versagen.
Es gibt noch Effekte, wie das Zusammensaugen von Unterdruckschläuchen, oder das Abrutschen derselben, die das System lahmlegen können.
Eine Zerstörung eines Turbo-Motors durch Überlastung tritt aber am ehesten erst dann ein, wenn Drehzahlbegrenzer versagen.
Bis dahin sind meistens alle Belastungsarten im grünen Bereich, weil z. B. die höheren Kolbengeschwindigkeiten, die schneller stattfinden Abläufe ganz allgemein als Reserve bei der Konstruktion berücksichtigt sein sollten.
Ansonsten ist 'nur' der Verschleiß beschleunigt.
Ganz vollständig war die Liste aber tatsächlich nicht.
Die Briten kalkulieren mehrere Ausbaustufen und verlangen für einen straßentauglichen Umbau, je nach Leistung, für zwischen 300 und 700 PS zwischen, wie passend... ca. 3000 und 7000 €. Umgerechnet. Die haben's ja nicht so mit der Solidarität...
Da ist dann ein Ladeluftkühler drin, der locker 3 bis 5 Bar verkraftet, eine modifizierte Kupplung, Dombrücken, ein Renn-Kat mit 7 cm Querschnitt.... Was Kolben und Ventile betrifft, muss ich nachschauen, ab wieviel Mehrleistung da auch etwas verändert wird, so auch in Sachen Lager. Bis 360 oder sogar 400 PS wird da jedenfalls nichts verändert, auch nicht an den Nockenwellen. Die Steuerzeiten brauchen nicht verändert werden, da dies durch den erhöhten Ladedruck abgehakt wird. An den Bremsen werden nur die Klötze gegen Renn-Beläge ausgetauscht. Die Bremsen sind serienmäßig schon für 300 Km/h gut. Ein Getriebe ist nicht im Preis enthalten. Es wird ein Austausch empfohlen. Das 1993er Getriebe für den 9000 CS erlaubt zwar über 270 Km/h, dürfte der Belastung aber nicht lange standhalten. Aber das ist ja nur Drumherum, nicht direkt den Motor betreffend.
Die Kennfeldprogrammierung braucht bis 300 bis 360 PS gegenüber der serienmäßigen Programmierung nicht verändert werden.
Darüber hinaus wird bei Motoren mit Elektronik bis BJ 92 eine Umprogrammierung fällig, ab BJ 93 ein neuer Chip.
Mit einem Garrett T23 erreicht ein Serien 9000er 2,3 Liter bis zu 220 PS bei 0,7 bis 1,0 Bar Ladedruck, mit einem T25 ohne weitere Veränderungen
bis zu 270 PS, bei erhöhung des Ladedruckes auf 1,2 bis 1,5 Bar klettert die Leistung auf 300 bis 360 PS, je nachdem, welche Benzinpumpe und welcher Druckregler verbaut worden sind (ist Baujahr, Montageort und wer-weiß-was-abhängig; da wurden Pumpen, Doppelpumpen, Vor-Pumpen usw. von verschiedenen Herstellern verbaut).
Bei Bedarf an über 360 PS wird ein Garrett T30 verbaut.
Das Ding mit den ca. 25 % Mehrleistung ist genau der Irrglaube, den ich meinte. Diese Prinzip hat auch SAAB im Programm und nennt sich Soft-Turbo. Das Argument für den waren die Verbrauchsorientierung (Blabla..) und die Materialeinsparung, denn der Soft-Turbo braucht mit seinen 0,3 bis 0,5 Bar Ladedruck keinen Ladeluftkühler. Erstaunlicherweise hält ein Soft-Turbo-System aber auch nicht länger, als ein serienmäßiges Kraftspender-Paket.
Wie lange so ein aufgemotztes System durchhält? Keine Ahnung! Aber darum ging es ja auch gar nicht! Wenn ein Mopped derartig aufgemotzt wird, dann stellt sich für mich schon die Frage, ob das mit Spritersparnis, besserer Leistungsentfaltung/Drehmomentverlauf usw. zu tun hat, oder ob es die gleiche, eigentlich wahnwitzige Kraftmeierei geht, wie z. B. beim SAAB-Tuning.
Bei den britischen und österreichischen SAAB-Tunern wird bewiesen, dass die Leistungsgrenze dieser Motoren in der Materialgüte zu suchen ist. Der Schaden, der am ehesten zu erwarten wäre, wäre Überhitzung, solange man die Drehzahlgrenze nicht überschreitet. Dass in einem solchen Motor die Ventilfedern härter belastet werden, den Wellenlagern mehr Dampf zugemutet wird, höhere Temperaturen am Material kratzen... alles klar.
Ein Formel 1-Motor musste bis vor Kurzem auch nur ein einziges Rennen aushalten...
Soweit, so schlecht.
Sind denn nun die Mopped-Turbis kurzlebige Leistungs-Katapulte, oder doch sinnvollere Entwicklungen, als Münch und Co? Aber das hinkt ja auch schon wieder... 300 Kg und mehr ...
Oh, Mensch, ich muss mal! Und zwar in die Heia!
Ich les' mir dann später mal in Ruhe und ausgeschlafen durch, was ich hier in stundenlanger Mühsal abgelassen hab... 
GPR
P.S.: grad geblättert.... BSR und ABBOTT erreichen sogar 800 PS. Natürlich ebenfalls nach Modifikation diverser Verschleißteile. Die wollen ja nicht gleich nach zwei Tagen in Sachen Gewährleistung gepiesackt werden....
Dass man bei den Rennern auch an kleinste Details denken sollte, musste ich übrigens auch einmal lernen. Aber das war keine Schlamperei, sondern unbeabsichtigter Zufall. Unterdruckschlauch abgerutscht. Der gehört im Normalbetrieb nicht serienmäßig mit einer Schelle gesichert. Wäre aber besser gewesen.... Drehzahl schießt hoch, Begrenzer außer Kraft, Ladedruck unbegrenzt - sofort Motor aus. Fehler nicht gefunden. Motor an - gleiches Spiel. Motor aus. Schmierfilm im Lader gerissen. Welle fest.... 350 € Rep. 
Eine 50 Cent Schelle hätte es verhindert...