WILD HOGS bzw. BORN TO BE WILD ist eine ganz ordentliche Komödie, die am Ende mit einer 'Botschaft' kommt. Das sagt man ja gern vielen Filmen nach, manchmal zu Recht, manchmal übertrieben... wie auch immer.
Die 'Botschaft' dieses amüsanten Klamauks über ein paar Freunde in der 'Krise' ist ebenso typisch amerikanisch pathetisch, wie aber auch international und allgemeingültig: man besinne sich langsam mal wieder darauf, worum es beim 'biken' denn wirklich geht - Freiheit auf Rädern genießen!
Also so eine Art Cowboy ohne Gaul, auf 2 Rädern in den Sonnenuntergang....
Grob gesagt.... Und bitte sehr, nicht gegeneinander, nix Gangs, sondern, wenn schon nicht miteinander, dann wenigstens nebeneinander her!
Natürlich richtet sich der Film nicht namentlich gegen die rivalisierenden Banden, die mit ihrer unbeschreiblichen Gewalttätigkeit und Verachtung für alles, was nicht ihren Interessen entspricht und sich unterwirft, aber der nicht allzu doofe Zuschauer sollte in der Lage sein, von diesem Film die geistige Brücke zu den lokalen Nachrichten schlagen zu können.
Die 'anderen' beiden threads in diesem Zusammenhang beschäftigten sich direkt mit der Meinung zu/über MCs.
Tut mir Leid, dass ich etwas spät dran bin, aber ich hab's selbst beinahe in dem Überangebot von TV-Sendungen verpasst:
GANGS OF AMERICA auf N24, letztes Wochenende.
Interessierte können bei N24 die Sendung aber noch im Internet sehen. SEHR EMPFEHLENSWERT. Warum?
Ganz einfach!
Es gab ja kürzlich im deutschen Fernsehen zwei sich völlig voneinander unterscheidende Sendungen, einmal 'ör' bei PHOENIX, einmal 'privat' bei RTL.
Einmal seriös, einmal Lachpartie.
Was beiden 'Dokus' gemeinsam war, ist ein Mangel. Und zwar ein Mangel an Informiertheit, der jetzt durch die Doku auf N24 dem aufmerksamen Zuschauer klar wie Kloßbrühe werden müsste. Naja, MÜSSTE.....
Die N24-Doku ist eine Wiederholung, die Erstsendung liegt LANGE zurück. Folglich hätten alle Journalisten/Reporter eine Chance gehabt, auf die darin enthaltenen Informationen zurückzugreifen.
Für mich war es einmal mehr erschreckend zu erkennen, dass scheinbar weder Journallie, noch Behörden in der Lage sind, professionell zu recherchieren...
Glasklare Zusammenhänge zwischen Geschehnissen in den USA und Canada im Zuge der Bandenkriege zwischen den allseits bekannten 'MCs' dort und den hiesigen Ablegern werden entweder nicht erkannt oder nicht benannt. Trifft Letzteres zu, dann stellt sich die Frage: wozu dann die Dokus?
Für die Behörden gilt: wenn doch erkannt, warum dann nicht in die eigene Arbeit einbezogen?
Die Fairness gebietet: stimmt so nicht, denn Hamburg und Schleswig-Holstein haben, im Gegensatz zu Behörden in anderen Bundesländern, ähnlich gehandelt, wie diejenigen Behörden in den USA und Canada, die ERFOLGREICH in der Bekämpfung vorgegangen sind. Und siehe da: ES FUNKTIONIERT!
Wer hierzulande ein Interesse daran hat, dass das Motorradfahren für ALLE da ist und bleibt, der sollte darüber informiert sein, was in der Grauzone und im 'Dunkeln' abläuft. Wer als Biker glaubt, es ginge ihn ja nichts an und es beträfe ja nur ganz bestimmte Gruppen, der irrt.
GUCKEN! LOHNT SICH!
GPR