Huhu,
die Saison ist in vollem Gange, und so wird es doch mal wieder Zeit für einen Reise und Tourentipp.
Am Pfingstmontag fragte ein Freund nicht, ob wir nicht ne Tour machen können- klar, warum auch nicht? Den Kopf mal wieder frei fahren, irgendwo lecker einkehren und die Sonne genießen. Gesagt, getankt,.
Nur wohin? Wir haben überlegt wohin uns die Reise führen sollte, und so hatten wir einige Ideen, die zur Disposition standen: Münsterland mit Bikers Farm. Der bergische Land mit Abstecher zum Gevatter Rhein oder doch „einfach nur ins Sauerland“.
Der Kollege wollte letzteres, und so fuhren wir in Bochum Mitte los.
Ich hatte meine kleine XS400 2A2 mit 27 PS, er eine XT 600. Wir fuhren über die Königsallee Richtung Süden Stadtauswärts und bogen dann links auf die Marktstr links ab und nahmen Kurs auf das Lottental, wo man auf einem Sträßchen direkt zum Kemnader See kommt. Hier hielten wir uns links und es ging weiter nach Witten um die A43 zu queren um dann an der Ruhr und der alten Kornbrennerei vorbei Richtung Wetter zu fahren. Der Weg führte uns die ganze Zeit an der Ruhr entlang. Ein sehr schönes Tal, gebettet von leichten Berghängen, sanfter Flusslandschaft gepaart mit einer gut ausgebauten Bundesstraße.
Kurz vor Wetter bogen wir ab nach Herdecke. Ein Sträßchen was uns links in den Wald führte und man den ersten Vorgeschmack auf Kurvenwedeln bekommen konnte. Wenn nur diese Wochenendautofahrer nicht immer… Ruhe bewahren!
Am Ende Bogen wir Richtung Dortmund ab und hielten und Richtung Hohensyburg. Der Blick vom Kaiserdenkmal ins Sauerland ist gigantisch und auf ein Mineralwasser kann man dort herrlich verweilen.
Es ging weiter. Karusell fahren! Die Abfahrt Hohensyburg- Westhofen macht einfach nur Laune! Eine Schräglage geht in die nächste über und der Hauptständer setzte das erste mal auf! Touchdown!!!
Man folgt der Straße der abknickenden Vorfahrt nach und es geht rechts weiter über die Ruhr. Um an der Ampel dann links Abzubiegen. Man folgt der Landstraße bis zur JVA, am Ende gelegen. Hier geht es nur rechts oder links. Es ist die B236 Richtung Altena.
Ein Traum von Landstraße! Ein Eldorado für Kurvenkünstler! Eine Bombastische Aussicht! Leider weiß das wohl auch das Straßenverkehrsamt und sperrt sie an Wochenenden und Feiertagen für –japp, richtig: Bikes!
Eine Zuwiederhandlung gegen das Grundgesetz vor dem alle Menschen gleich sind wie wir fanden... Die Wochendautofahrer schieben ja auch nicht ihr Auto…
Jedenfalls herrlich! Wir hielten und konsequent auf den Weg nach Altena. Immer schön an der Lenne (?) lang. Burg Altena ist im übrigen gerade verpackt und wird wohl saniert.
Hinter Altena ging es dann nach Werdohl, wo wir aber vorher links in den Wald einbogen. Richtung Arnsberg! Es geht relativ steil bergauf. Es ist Kurvig. Es macht Spaß und… Touchdown!!!
Auf dem Bergrücken angekommen ging es mit herrlicher Fernsicht (wir sahen eine MÜNCH!!!!!) und gemütlich(er) Richtung Arnsberg, wo es kurz vorher für ein kurzes Teilstück auf die Autobahn ging, die wir schon nach einigen Minuten verließen um auf den Weg zum Möhnesee zu gelangen. Kleiner Anstieg, langes Waldstück und dann die beiden Möhneseebrücken hin nach Deleke. Wo fährt man schon mal über einen See?
In Deleke dann durch den Kreisverkehr und links raus. Unser Essen war hart verdient! Und so ging es auf einen Burger ins Geronimo. Eine Bikerkneipe mit herrlichem Blick auf den See und die dortigen Boote. Schön!
2 Stunden kann man es sich so bei Aufmerksamer Bedienung schon mal gut gehen lassen…
Alles Schöne hat ein Ende, was aber so noch nicht fest stand. Wir mussten ja noch zurück! Also vom Geronimo Richtung Staumauer, an der im Übrigen noch eine Bikereinkehr ist. Und dann schön die Möhne lang. Wir hielten uns Richtung Iserlohn/ Schwerte und das Sauerland läuft hier sanft aus bis man wieder auf die Ruhr trifft.
Wir folgten der Ruhr, und fuhren vorbei am Hengsteysee nach Hagen/ Hohensyburg. Wieder Karusell fahren! Macht einen Heidenspaß den Berg hochzudüsen, zumal wir wissen das es dort oben einen netten Biker- Kaffee gibt der nun noch mal schwer verdient war.
Nette Bedienung, schöne Aussicht(en) und etwas Ruhe taten nun unseren Handgelenken ganz gut, immerhin waren wir bis hier schon 210 KM unterwegs.
Von Hohensyburg ging es zurück wie gekommen: Nach Herdecke. In Witten allerdings bogen wir nach dem Eisenbahnviadukt (irre groß… ein MUSS für Modellbahner!) ging es dann links rum um dann auch gleich rechts in Muttental abzubiegen. Durch dieses herrliche Tal hindurch, dann Richtung Witten Herbede zum Haus Kemnade wieder Richtung Zentrum.
7 Stunden, 250 KM, 4,5 Liter auf 100Km, 3x Touchdown und eine Menge Entspannung und neue Eindrücke lassen die Woche erträglich starten.
In diesem Sinne mit einem Linksgruß,