Wenn ich schon so eine Erweiterung anstuppse, dann möchte ich mich auch beteiligen. 
Somit möchte ich meine alte Hausstrecke vorstellen, über die ich oft zwischen Bochum und meinem Arbeitsplatz pendelte. Ich kann das Zitat eines Rheinschiffers nur bestätigen: Der Rhein wird nie langweilig.
Egal bei welchem Wetter, welcher Jahreszeit und welchem fahrbaren Untersatz, es ist eine sich immer lohnende Tour. Es gibt viele Abwechslungen und auch Möglichkeiten, fern der Hauptroute schöne, interessante und sehenswerte Dinge zu erleben.
Die Anfahrt Bochum- Bonn möchte ich auslassen, ich habe hier stets die Autobahn genommen und bin dann in Bonn auf die B42 -rechte Rheinseite- gefahren und folgte Ihr zunächst Richtung Süden.
Kurz hinter Bonn kommt schon das erste typische Ausflugsziel am Anfang des Siebengebirges: Der Drachenfels. Die Ausicht auf das Rheintal gepaart mit der Dampfbahn zur Ruine sind schon eine Attraktion für sich in Königswinter.
http://www.drachenfels.net/
Weiter geht die Fahrt auf der B42 vorbei an Remagen. Hier kennt man sicher die Brückentürme noch, eine Hinterlassenschaft des letzten Krieges. Die Uferpromenade lädt zum Verweilen ein und man kann dort direkt an der Straße sich auf die Bank setzen, die Jacke auf machen und es sich gut gehen lassen (Helm könnt ihr auch abnehmen).
Vorbei an den ersten Weinbergen führt der Weg Richtung Neuwied, wo es die erste Möglichkeit gibt via Brücke den Rhein auf die linke Seite zu queren. Ich nutze aber lieber die zweite Brücke bei Skt. Sebastian in Richtung Mülheim- Kärlich. Der Grund ist, dass ist B9 -linke Rheinseite- dann nach Koblenz führt als ausgebaute Schnellstraße. Man kann so noch ein wenig "Sträßchen" genießen.
Flott -aber nicht zu flott! Koblenz ist arm und blitzt gerne und viel!- geht es durch vorstädtische Versorgungstempel mit einem Highlight: Mc D. Zeit für nen Kaffee der nicht auf optische und touristische Wirkung setzt.
Gestärkt geht es weiter nach Koblenz, wobei man zuerst die Mosel quert. Glaubenskriege habe ich hier schon erlebt! Rhein oder Mosel! Offen gestanden: Die Mosel hab ich immer rechts liegen gelassen (hat da vll wer nen Tip?) und bin dann das deutsche Eck und die Altstadt als Tipp anführend weiter Stadt auswärts unterwegs. Man kommt wieder nahe an den Rhein, auf Augenhöhe mit den Skippern. Zu schnelles Beschleunigen sollte man sich dennoch knicken, nicht wegen den netten grünen Fotografen, sondern wegen der Coyote Ugly Bar! *hüstel* 
Was nach der Bar kommt ist so deutsch, deutscher geht es nicht. Zumindest nicht für freundliche Touristen die mich sicher öfter blitzen als die freundlichen Grünen. Burgen, Schlösser, Wein, ...
Nächstes Ziel ist Boppard. Wunderschöner Altstadt- Kern, und kulturell sicher mit abwechselndem Programm einen Aufenthalt wert wie auch die folgenden Städte.
Es folgt Skt Goar. Wie Boppard ein Genuss.
Tipp: Oft geht es rechts in die Weinberge. Sträßchen warten entdeckt zu werden!
Außerdem ist hier Loreley zuhause und auch die Burg bei Kaup kennt man.
Bacharach ist ein weiteres Kleinod auf der Strecke. Hier kann man noch die Rheingoldstraße erwähnen: Sie verbindet den Rhein und die A61 (Ausfahrt Rheinböllen). Klasse wenn man mal Kurven braucht ;)
Folgt man der B9 weiter kommt man in eine Art Zeitmaschine: In Bingen kommt zunächst ein Stellwerk der Bahn was man sicher noch aus Heinz Erhard- Filmen kennt!
Hier kann amn schon mal einen Kaffee am Rhein einnehmen, allerdings empfehle ich die Weiterfahrt. Zum knurrenden Magen aber später 
Weiter geht es - Rüdesheim auf der anderen Seite im Blick (klasse Campingplatz!!)- weiter auf der B9 die dann in die Autobahn nach Mainz mündet. Diese bis Ingelheim Folgen und dort am Einkaufszentrum abfahren.
Wer noch einen Tipp zu Rüdesheim braucht: Die Stadt ist Rentner- Malle! Da die Stadt mit Ihrer berühmten Drosselgasse am Hang liegt, gestallten sich auch so die Kalkulationen der Bewirtungspreise. Je höher dich die eigenen beine bringen, umso günstiger wird das Lokal.
Ingelheim selber ist mit Ausnahme des Weihnachtsmarktes für mich nicht so der Bringer, aber wer mal Lust auf eine Therme hat ist hier richtig.
Noch richtiger seit ihr, wenn ich ein Schild mit dem Wegweiser nach Nieder- Olm findet!
Es geht hier ins Selz-Tal. Und hier möchte ich euch 4 Lokalitäten ans Herz legen.
Die ersten 3 findet Ihr in Schwabenheim, einem urgemütlichen Winzerdorf.
http://www.schwabenheim.de/
- Speisegaststätte Adria. Pile und Petra´s Schlemmerschnitzel oder der Grillteller und -gaaaanz wichtig!- das Weizenbier sind klasse!
- Gaststätte "Selztal" Olbornhalle. Michi macht den Laden mit seiner Familie am Sportplatz und macht auch sportliches Essen. Dazu Fußball vom Beamer...
- Landgasthof Zum Engel. Wenn ihr nach dem Weizen noch gehen könnt: Hier gibts selbst gemachten Wein. Und eurer Sozia könnt Ihr zeigen, dass ihr Stil habt. Der Weingarten sucht seines gleichen!
Tja, dann noch als letzten Tipp: Stadecken - Elsheim. Ein Dorf weiter. Dort gibt es einen Scottish- Pub. Richtig gelesen. Nicht Irish, Scottish. Und der Inhaber hat Plan. Von seinem Nationalgetränk. Er lebt es, er kann es, und: Er hat den besten stoff den ich frei verkäuflich kenne! Whisky. Der Laden ist eine Offenbahrung.
Wäre noch eine letzte Frage zu klären: Warum erklärt ein West- Westfale und somit auch Rechtsrheiner, dass man die Tour auf der linken Seite fahren soll?
Ganz einfach, die Sehnsucht und der schönere Blick relativiert den süßen Schmerz des Heimweh´s 
Linksgruß und viel Spaß ;)