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#31

RE:

in Sicherheitstalk für alle Motorradfahrer - was kannst du selber tun 10.07.2010 12:40
von Mr.Eierhals • Mitgliedsanwärter | 58 Beiträge

So nun will ich mal meinen Senf dazugeben. Ich habe 2 Mal unliebsame Begegnungen mit Leitplankenpfosten schließen müssen.
Einmal hats mich 3 Monate, das zweite mal 7 Monate ins Krankenhaus mit anschließender Reha gebracht.

Und nein, es lag in beiden Fällen nicht an meiner Fahrweise. Beim ersten Mal wars eine Ölpfütze (geplatzter LKW Motor), so breit wie die Straße, beim zweiten mal verlorener Rollkies in Massen (Beim Kipper ging die kippmulde hoch und der Rollkies verteilte sich auf der Straße.) Beide Male mitten in einer Kurve und ohne Chance, dem Ganzen zu entkommen, bremsen oder auszuweichen.

Trotz mehrerer Sicherheitstrainings, trotz Ganzahressaison, trotz gut 1Mio Motorradkilometer seit 1987.

Wenn es ganz dumm läuft, dann hilft nur noch Beten...

Ich halte Leid(t)planken für gefährlichen Unsinn. Diese sind eindeutig als Rückhaltesystem für Automobile entwickelt und gebaut worden. Schaut man sich eine Leid(t)planke genauer an, dann erkennt man eine Schutzplanke, oft mit messerscharfen Kanten und dann kommen rund 60cm Luft bis zum Boden.
Da steht dann dummerweise aber in 5m Abständen ein Pfosten und den erwischt man garantiert.

Jeder Ackergraben muss ja mit einer Planke geschützt werden und da wo Planken stehen wirds bei einem Abflug immer wieder tote oder schwerst verletzte Motorradfahrer geben. Ohne Planke fliegt man auf den Acker, läßt eine Schimpfkanonade los, müht sich, daß man die Mühle wieder auf die Straße bekommt, meist fährt die sogar noch, und das wars dann. Mit Planke wird man im Abflug abrupt von einem 10cm Eisenpfosten gestoppt.

Eine Aufprallgeschwindigkeit von 60km/h reicht aus, um einem Menschen Arme oder Beine abzureißen....da hilft keine Superprotektorenkombi und auch kein ECE-R22.xx Supersicher Aquariumhelm.

Die Polsterung der Pfosten hat einen Effekt in Geschwindigkeitsbereichen bis 30km/h Aufprallgeschwindigkeit, drüber sind die Schaumstoffdinger nicht wirklich zu gebrauchen.

Das einzige was eine Leid(t)planke für Motorräder entschärfen kann ist eine 2. Planke, entweder nach dem Euskirchener Modell, oder durchgängig bereits als System mit Planken bis nach unten gezogen ausgeführt.

Von daher, Sicherheitstrainings sind immer gut, Schutzausrüstung sicher auch für den der es mag, aber Motorradfahren ist gefährlich und Leid(t)plankenpfosten das allerschlimmste was einem Motorradfahrer direkt begegnen kann.

Und ja, ich kugel mich lieber 100m die Straße entlang und vertrau drauf, daß der Dosenfahrer eventuell ne Bremse findet und mir nicht über den Wirsing fährt, als daß ich nach 10m Sturz urplötzlich in einen Pfosten einschlagen will.


Mit jedem Tag meines Lebens erhöht sich zwangsläufig die Zahl derer, die mich einfach nur mal am Arsch lecken können

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#32

RE: Spenden für unsere Sicherheit

in Sicherheitstalk für alle Motorradfahrer - was kannst du selber tun 17.07.2010 00:29
von friedel • Forumsmitglied | 134 Beiträge

Zitat von achimth
muss ja irgendwie auch mal meine Meinung zu dem Thema loswerden:

1.
die Idee an sich ist ja nicht schlecht, sollte aber grundsätzlich eingeführt werden und nicht durch Spenden finanziert werden müssen (siehe hierzu den Aufruf in der neuesten Ausgabe von "motorrad")

2.
da heisst es immer so schön : Einrichtung des Systems an Unfallschwerpunkten..wer bestimmt diese Unfallschwerpunkte?
sind es die unverbesserlichen Hirnis, die eine Strasse nicht von der Rennstrecke unterscheiden können?
sind es die Wenigfahrer, die mangels Selbstüberschätzung und Geiz (macht doch bitte ein Sicherheitstraining) scheitern?
sind es die "normalen biker", die sich der Gefahr bewusst sind und sich gut vorbereitet in die Saison begeben?
sind es die Fahranfänger, die sich trotz bestandener Fahrprüfung der Gefahren, nicht bewusst sind (führt doch bitte als Grundvoraussetzung für die Prüfung ein Sicherheitstraining ein?

ein jeder möge nun für sich die Prozente mal verteilen und sich dann fragen, für wen er da spendet

3.
ich bin mir im klaren drüber, daß es mich in jedem Moment unausweichlich erwischen kann und dann habe ich keine Metallpanzer um mich herum.
ich bin mir auch im klaren darüber, daß jeder Tote auf unseren Strassen ein Toter zuviel ist..

nur zäumen wir das Pferd mit solchen Aktionen nicht von hinten auf?

Fängt die Sicherheit nicht in ersten Linie im Hirn an?
Fängt die Sicherheit nicht mit einem Respekt vor der Strasse, der Leistung unserer Moppeds an?
Fängt die Sicherheit nicht mit einer bewussten gezielten Vorbereitung von uns selbst und unseren Bikes auf die Saison an?

4. der Schlusssatz:

es wird immer wieder unabänderliche Zusammenhänge geben, denen wir unausweichlich ausgeliefert sind, nur sollten wir so gut es geht darauf vorbereitet sein..

Wenn man alles berücksichtigt, könnten wir wahrscheinlich wesentlich weniger Todesopfer unter den Motorradfahrern haben, als wenn wir 5 oder 10 Euro für einen Meter Unterfahrschutz an Leitplanken zu haben.

Stellt euch mal an eine dieser "inoffiziellen Rennstrecken" und schaut euch das Treiben an, dafür gibt es von mir keinen Cent, sorry.

Ich werde mal versuchen im nächsten Jahr zu Saisonbeginn ein Sicherheitstraining über das "motorrad action team" für unser Forum als Gruppe an zu bieten


Aber dieses hier ist nur meine persönliche Meinung, aber dazu steh ich

Grüße an alle

Achim




schliesse mich dem ganzen an kann nur sagen: joahr, es fängt auf jeden fall im hirn an! hab jetzt 1 jahr den moped-führerschein, seit 14 jahren den pkw-schein. hab also auch schon das ein oder andere schnelle auto besessen. aber moped iss einfach anders, angefangen letztes jahr mit ner XS (immer noch meine hauptfrau) in die neue saisson mit ner GPX 600 R gestartet, drehbecher mit 73 PS!

hey, seid doch mal ehrlich... wer ist nicht schon an ner roten ampel an allen vorbeigefahren und hat sich auf den leeren abbieger gestellt obwohl er geradeaus wollte!? *bin doch eh schneller* da fängt es schon an...

aber... obwohl die GPX geräusche macht hab ich erstmal das "sicherheitspaket" für sie gewählt, die technik kommt nächsten monat! erstmal neue pellen und die alte verranzte kette erneuert, die konnte schon singen! obwohl, bei 35° hab ich den 8 jahre alten und eckig gefahrenen schluffen noch warm bekommen und ihn dementsprechend an nicht genutzten stellen ein "wenig" abgenutzt! bremsen sind noch gut und halten hoffentlich noch 3.000 -4.000 km also auf jeden fall noch bis zur nächsten saisson!

vor allem versuche ich immer in "kondom" zu fahren... aber andersrum... kann auch morgen über die strasse gehen und so´n spinner fährt mich tot! heizer ist eigentlich jeder motorrad-fahrer, gibt nur wenige die nicht mal am hahn drehen, die sind dann auch meistens schon steinalt und die mopeds sind älter als die oder die fahren harley! sorry, meine meinung


suche im moment einen guten schrauber, am besten um die ecke und noch dazu für nicht so teuer... und was zum spielen... und ne überraschung... und schokolade!!!^^

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